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Modernste Technik

Übergabe des neuen Babynotarztwagens am Weltrotkreuztag

In Baden Württemberg haben die Bürger einen gesetzlich garantierten Anspruch auf eine qualifizierte notfallmedizinische Versorgung innerhalb von 15 Minuten. Damit ist das Deutsche Rettungswesen mit das Beste der Welt. Dieser Bonus gilt den Erwachsenen. Doch wie sieht die Versorgung bei Babys, insbesondere bei Frühgeborenen aus? Sie brauchen eine besondere Lobby.

Diese bekamen die „Frühchen“ durch ein engagiertes Team. Immer wenn es darum geht, in besonderen Notfällen hilfreiche Ideen zu entwickeln, stecken sie die Köpfe zusammen und beraten. Die Rede ist von Dr. Jochen Riedel, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd in Mutlangen, den Verantwortlichen des Schwäbisch Gmünder DRK, an ihrer Spitze der Präsident Prof. Dr. Reinhard Kuhnert, Geschäftsführer Bruno Bieser sowie Rettungsdienstleiter Jürgen Grieger. Die Engagierten waren sich schnell einig. Wir brauchen auch weiterhin einen aufgerüsteten Rettungswagen, damit wir auch den Kleinsten optimale Bedingungen bieten können.

Schon seit 2005 betreibt das DRK Schwäbisch Gmünd den Notarztwagen auch als Baby-Notarztwagen. Nach beinahe acht Jahren und knapp 200.000 gefahrenen Kilometern musste das in die Jahre gekommene Fahrzeug ersetzt werden.

Das neue Fahrzeug bietet mit seiner Luftfederung nun erschütterungsfreien Fahrkomfort was besonders den frühgeborenen Patienten zu Gute kommt. Weiter gewährleistet er mit seiner erweiterten  medizintechnischen Ausstattung die Notfallversorgung für „Jung und  Alt“ und optimale Überwachungsmöglichkeiten während den Transporten.

Ein weiteres Plus des neuen Fahrzeugs ist die bessere Beladungsmöglichkeit mittels seiner Möglichkeit zur Heckabsenkung, dadurch kann der Transportinkubator mit einem hohen Eigengewicht schonender und leichter in das Rettungsfahrzeug verbracht werden. „Der Transportinkubator bietet den Babys einen sicheren und schonenden Transport in auf Körperwärme der Babys beheizter Raumtemperatur, ferner eine optimale Überwachung durch EKG, Blutdruck- und Sauerstoffmessung. Auch eine Beatmung kann auf dem Transport durch ein spezielles Transportbeatmungsgerät für Früh- und Neugeborene fortgeführt werden.

Die qualifizierte Betreuung während des Transportes wird neben dem DRK-Team durch einen Kindernotarzt und eine Kinderintensivschwester ergänzt, die vom Stauferklinikum gestellt werden, auch hier besteht mit dem DRK eine exzellente Zusammenarbeit Hierdurch können während eines Transportes optimale intensivmedizinische Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten garantiert und eine  größtmögliche Sicherheit für unsere kleinsten Patienten erreicht werden “ so Chefarzt Dr. Riedel. „Die medizinische Leistungsfähigkeit am Perinatalzentrum des Stauferklinikums mit der höchsten Versorgungsstufe wirkt sich, sofern notwendig, auch auf die Transportanforderungen aus, die mit dem neuen Einsatzfahrzeug absolut gegeben sind.“ so Riedel weiter.

Solche Qualität hat natürlich ihren Preis. Die Kosten für dieses Fahrzeug und den speziellen Ausbau belaufen sich – ohne medizinische Geräte – auf ca. 110.000 Euro. Den Löwenanteil der Kosten übernahmen die Kostenträger. Die AOK Gesundheitskasse Ostwürttemberg hat derzeit den Vorsitz im Bereichsausschuss. Daher was es für Michael Svoboda, den stellvertretenden Geschäftsführer der AOK eine besondere Freude bei der offiziellen Übergabe des neuen Einsatzfahrzeuges dabei zu sein.

Da die Bereitstellung eines Babynotarztwagens mit der aufgerüsteten Ausstattung nicht zum gesetzlichen Standard eines Rettungsdienstes gehört,  waren bei der Beschaffung des geeigneten Einsatzfahrzeuges neben dem Bereichsausschuss und des finanziellen Engagements des DRK Kreisverbandes Schwäbisch Gmünd auch zahlreiche Spenden zur Finanzierung nötig.

Eine Vielzahl von engagierten Bürgerinnen und Bürgern organisierten Veranstaltungen mit deren Erlös sie die Anschaffung des Spezialfahrzeuges unterstützten. Zahlreiche Einzelspenden rundeten die Summe auf. „Wir sind sehr dankbar für die vielfältige Hilfe, die wir rundum erfahren durften. Sie alle haben dazu beigetragen, dass die Kleinsten unter uns, ihre ersten Wege sicher zurücklegen können“ so der DRK Präsident.

Neben dem neuen Babynotarztwagen präsentierte das DRK sein neues Notarzteinsatzfahrzeug. Es wird im sogenannten „Rendez-Vous-System“ eingesetzt und dient als Zubringerfahrzeug des Notarztes, wenn der Rettungswagen bereits unterwegs ist. Das Fahrzeug verfügt nun über  Allradfunktion, was insbesondere im Winter für die Einsatzabwicklungen erleichtert und als zusätzlicher Sicherheitsfaktor dient.

Mit den neuen Fahrzeugen ist das DRK Schwäbisch Gmünd im Notarztdienst nun wieder auf dem aktuellen Stand der Technik. Gemeinsam mit den Notärzten von Stauferklinikum  und dem qualifizierten Rettungsdienstpersonal bieten sie die bestmöglichste Hilfe im Notfall.

 

 

 
Ihr Ansprechpartner
Jürgen Grieger
Rettungsdienstleiter

Telefon: 07171 / 10417-30
j.grieger@drk-gd.de